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BAYLAT und der DAAD Brasilien veranstalten den „Brasilien-Tag“ im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (StMBW)

Am 10. Oktober 2016 veranstalteten die Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Brasilien und das Bayerische Hochschulzentrum für Lateinamerika (BAYLAT) den „Brasilien-Tag“ im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (StMBW) in München.
Ziel des „Brasilien-Tages“ war es, aktuelle Entwicklungen und Tendenzen in Wissenschaft, Forschung und Lehre in Brasilien aufzuzeigen und sich über Chancen in Zeiten der Krise auszutauschen.

Professor Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth und Mitglied des BAYLAT-Direktoriums führte als Moderator durch die Veranstaltung.

Für die Veranstaltung konnten hochkarätige ReferentInnen gewonnen werden, wie beispielsweise:

  • I.E. Botschafterin Carmen Lidia Richter Ribeiro Moura, Generalkonsulin der Föderativen Republik Brasilien, Amtsbezirk Bayern und Baden-Württemberg,
  • Ministerialdirigent Dr. Johannes Eberle, Leiter der Abteilung IX. – Forschung, Planung, Internationales, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (StMBW)
  • Marcio Weichert, Programmkoordinator des Deutschen Wissenschafts-und Innovationshaus São Paulo (DWIH-SP), und
  • Professor Dr. Thomas Brandmeier, Wissenschaftlicher Leiter CARISSMA, Technische Hochschule Ingolstadt (THI)


Der „Brasilien-Tag“ war mit mehr als 65 TeilnehmerInnen, darunter u.a. WissenschaftlerInnen sowie VertreterInnen der International Offices bzw. Akademischen Auslandsämter der bayerischen Hochschulen und WirtschaftsvertreterInnen, sehr gut besucht.

Neben den genannten ReferentInnen hatten BAYLAT und der DAAD Brasilien die Ehre, auch folgende geschätzte Gäste begrüßen zu dürfen:

  • Professor Dr. Thomas Fuhrmann, Vizepräsident der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg)
  • Professor Dr. Günter Leugering, Vizepräsident für Internationales der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Andrea Mandalka, Leiterin der Fraunhofer Liasion Office Brazil
  • Ministerialrat Dr. Christoph Parchmann, Leiter Referat IX.5 Internationalisierung der Hochschulen, Internationale Beziehungen, StMBW
  • Moira Pinto Coelho, 2. Stellvertretende Generalkonsulin, Brasilianisches Generalkonsulat München
  • Dr. Barbara Spielmann, Referentin für Lateinamerika, Max-Planck-Gesellschaft
  • Lorenz Wagner, Sachbereichsleiter Wissenschaft & Bildung, Brasilianisches Generalkonsulat München


PROGRAMM

Professor Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth und Mitglied des BAYLAT-Direktoriums eröffnete die Veranstaltung.

Der Hausherr, Ministerialdirigent Dr. Johannes Eberle, Leiter der Abteilung IX. – Forschung, Planung, Internationales des StMBW, begrüßte die Gäste und die ReferentInnen. Dabei betonte er die ausgesprochen hohe Wichtigkeit der Hochschulzusammenarbeit von Brasilien und Bayern, auch über die Regionenpartnerschaft Bayerns mit dem Bundestaat São Paulo hinaus. Er erläuterte, dass es in den vergangenen Jahren eine starke Entwicklung der Hochschul- und Forschungskooperationen gab, die auch in Krisenzeiten weitergeführt und intensiviert werden muss.

Anschließend gab sich I.E. Botschafterin Carmen Lidia Richter Ribeiro Moura, Generalkonsulin der Föderativen Republik Brasilien München, die Ehre, begrüßende Worte an die TeilnehmerInnen zu richten. I.E. Botschafterin Richter Ribeiro Moura erläuterte aktuelle wissenschaftspolitische Entwicklungen und Herausforderungen in Brasilien.

Nach diesen offiziellen Begrüßungen erhielt Dr. Martina Schulze, Leiterin der DAAD-Außenstelle Brasilien und Sprecherin des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo (DWIH-SP) das Wort. In ihrem Vortrag: „Brasilien - der ausgebremste Riese: Was bedeutet die nationale Krise für Hochschulen und Wissenschaft?“ sprach Frau Dr. Schulze über die Auswirkung der politischen Veränderungen in Brasilien und deren Auswirkung auf die Wissenschafts- und Forschungslandschaft. Ferner stellte sie die aktuellen Entwicklungen bezüglich des Stipendienprogramms „Wissenschaft ohne Grenzen“ vor und erläuterte die Ängste der Wissenschaftsgemeinschaft ob der wirtschaftlich-politischen Krise in Brasilien. Doch trotz aller kritischen Stimmen, blickt Frau Dr. Schulze positiv in die Zukunft und weist darauf hin, dass die bayerische Wissenschaftsgemeinschaft die Arbeit mit brasilianischen Institutionen besonders jetzt weiterführen sollte.

Nach einem Networking, das zum ausgiebigen fachlichen Austausch genutzt wurde, zog Marcio Weichert, Programmkoordinator des Deutschen Wissenschafts-und Innovationshaus São Paulo (DWIH-SP), eine „Fünfjahresbilanz“ zum DWIH-SP. Er stellte die zahlreichen und vielfältigen Aktivitäten des DWIH-SP vor und erläuterte die Möglichkeiten der aktiven Partizipation für bayerische Hochschulen und Institutionen.

Anschließend stelle Professor Dr. Thomas Brandmeier, Wissenschaftlicher Leiter des Forschungs- und Testzentrums: Center of Automotive Research on Integrated Safety Systems and Measurement Area (CARISSMA) der Technische Hochschule Ingolstadt (THI) sein vom DAAD gefördertes Forschungsprojekt im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Brasilien vor: „Verkehrssicherheit für alle“. Dieses Forschungsprojekt zeigt mit aller Deutlichkeit wie ausgezeichnet Forschungsvorhaben mit brasilianischen Partnern geplant und umgesetzt werden können.

Das Programm abrundend, stellte Dr. Irma de Melo, BAYLAT-Geschäftsführerin die Aktivitäten und Arbeitsbereiche von BAYLAT, mit Schwerpunkt Brasilien vor. Ferner hatte Professor Dr. Abilio Baeta Neves, Präsident der Brasilianischen Förderagentur für Hochschulbildung (Capes), der aufgrund anderweitiger terminlichen Verpflichtungen leider nicht teilnehmen konnte, Dr. de Melo gebeten, einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten und Entwicklungen bei Capes zu geben. Dieser Bitte kam Dr. de Melo natürlich nach und gab anhand der Unterlagen von Capes einen Einblick in die Entwicklungen im postgraduierten Hochschulbereich in Brasilien.

FAZIT

Brasilien muss sich derzeit mit entscheidenden politischen und wirtschaftlichen Krisen auseinandersetzen. Dies hat wiederum einen starken Einfluss auf die wissenschaftliche Gemeinschaft und die internationale Anbindung brasilianischer Hochschul- und Forschungseinrichtungen. Dennoch bleibt Brasilien der wichtigste Partner für Bayern in Wissenschaft und Forschung in Lateinamerika. Brasilien weist auch eine sehr positive Zukunftsbilanz auf. Vor diesem Hintergrund ist es absolut wichtig, dass die bayerische Wissenschafts- und Forschungsgemeinschaft zu seinem etablierten und beständigen Partner Brasilien steht, um in der Phase des Wiederaufschwungs Brasiliens, der ganz sicher in Bälde kommen wird, nahtlos an diese bewährte Zusammenarbeit anknüpfen und diese weiter ausbauen zu können.

Kontakt:
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Hugenottenplatz 1a
91054 Erlangen
Telefonnummer:     0049 (0) 9131/ 85 20946
Fax:         0049 (0) 9131/ 85 25778
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