Bayerisches Hochschulzentrum für Lateinamerika

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„Netzwerktreffen Bayern – Mexiko 2019“ in München

Eine gelungene Veranstaltung von BAYLAT, dem Mexikanischen Konsulat mit Sitz in Frankfurt am Main und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi)

 

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Am 11. Juli 2019 veranstaltete das Bayerische Hochschulzentrum für Lateinamerika (BAYLAT) zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) sowie dem Mexikanischen Konsulat mit Sitz in Frankfurt am Main das „Netzwerktreffen Bayern - Mexiko“ in München. Ziel der Veranstaltung war es, den Austausch zwischen Mexiko und dem Freistaat Bayern in Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Lehre zu stärken und weiter auszubauen.

Das Treffen im historischen Festsaal des StMWi war mit rund 70 TeilnehmerInnen sehr gut besucht. Unter ihnen waren WissenschaftlerInnen aus Mexiko und Bayern, VertreterInnen aus Wirtschaft und Politik sowie RepräsentantInnen von International Offices und Akademischen Auslandsämtern der bayerischen Hochschulen. Als Vertreterin des mexikanischen diplomatischen Corps war I.E. Cecilia Villanueva Bracho, Konsulin von Mexiko, der Einladung von BAYLAT gefolgt und aus Frankfurt a. M. nach München angereist. RepräsentantInnen von sieben mexikanischer Hochschulen, mehrheitlich (Vize)RektorInnen, nahmen an dem Netzwerktreffen teil. Auch von bayerischer Seite waren die Vizepräsidenten Prof. Dr.-Ing Thomas Fuhrmann der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg sowie Prof. Dr.Carsten Lorz von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf anwesend.

Außerdem hatte BAYLAT die Ehre, folgende geschätzte Gäste begrüßen zu dürfen:

  • Jorge Agraz, Wirtschaftsattaché der Mexikanischen Botschaft in Berlin,
  • Dr. Dietrich Halm, Direktor des Bereichs Kooperationen mit Lateinamerika der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG),
  • Ulrike Hoffmann, Internationalisierung - Länderbereich Lateinamerika und China, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie,
  • Martina Maschauer, Geschäftsführerin von Bayern International,
  • Christian Weber, Repräsentant des Freistaats Bayern in Mexiko

 

PROGRAMM

Treffen im historischen Festsaal des StMWi

Ulrike Hoffmann, zuständig für Internationalisierung für den Länderbereich Lateinamerika und China des StMWi, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste und die ReferentInnen. Dabei betonte sie die hohe Bedeutung einer Intensivierung der Hochschulzusammenarbeit mit Mexiko. Außerdem führte sie als Moderatorin durch den Auftakt des „Netzwerktreffen Bayern – Mexiko“. Ihr folgte ein Grußwort von Dr. Irma de Melo-Reiners, Geschäftsführerin des Bayerischen Hochschulzentrums für Lateinamerika (BAYLAT), die im Namen ihrer Institution die TeilnehmerInnen willkommen hieß. Anschließend gab sich I.E. Botschafterin Cecilia Villanueva Bracho, Konsulin des Mexikanischen Konsulats in Frankfurt, die Ehre, ebenfalls begrüßende Worte an die TeilnehmerInnen zu richten.

Im ersten Themenblock der Veranstaltung standen bilaterale Kooperationen von Wirtschaft und Wissenschaft im Fokus. Zuerst erhielt Christian Weber, Repräsentant des Freistaates Bayern in Mexiko, das Wort und erläuterte das Potenzial der wirtschaftlichen Internationalisierung in Hinblick auf die Stärkung der Beziehungen zu Mexiko. Er sprach auch über aktuelle Projekte und hob die vielfältigen Möglichkeiten in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Mexiko hervor. Auf diesen Impulsvortrag folgte die Vorstellung von Praxisbeispielen aus der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im bayerisch-mexikanischen Kontext. Dr. Daniel Wimmer, Leiter des Hochschulservice Internationales an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS), und Juan Pablo Juárez Castro, M.A., Regional Manager für Lateinamerika, präsentierten am Beispiel der Ausbildung internationaler Spitzenkräfte am FHWS i-Campus Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Daraufhin sprach Jens Wunderwald über das duale Studienprogramm des global agierenden Automobilzulieferers, ZF Friedrichshafen AG, das eine vertiefte Praxisphase an der Niederlassung in der mexikanischen Stadt Saltillo vorsieht. Das Unternehmen hat rund 24.000 MitarbeiterInnen in Mexiko. Auf ihn folgte ein weiterer Vertreter aus der Branche der Automobilzulieferer mit ähnlich vielen MitarbeiterInnen in Mexiko. Armin Vogt, Director Corporate Systems & Technology bei der Continental AG, hob das Potenzial Mexikos als Standort für Entwicklung und Innovation hervor. Dabei lobte er auch die hohe Qualifikation der mexikanischen Continental-MitarbeiterInnen. Greg Jaeger, der künftige Vorsitzende von Red Global Mx in Bayern (Capítulo Baviera), rundete mit einem Impulsvortrag über seine Organisation den Themenblock ab. Unter anderem ermittelt Red Global Mx hochqualifizierte MexikanerInnen im Ausland und versucht Kooperationen zwischen ihnen und passenden PartnerInnen in Mexiko herzustellen.

Die anschließende Mittagspause nutzten viele TeilnehmerInnen, um in Einzelgesprächen mit anderen Gästen Kontakt herzustellen. Im darauffolgenden Themenblock des Netzwerktreffens ging es um den Austausch und Kooperationen in Forschung und Lehre zwischen Mexiko und Bayern bzw. Deutschland. BAYLAT-Geschäftsführerin Dr. Irma de Melo-Reiners führte als Moderatorin durch den Nachmittag. Dr. Dietrich Halm, Direktor des Bereichs Kooperationen mit Lateinamerika der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), stellte deutsch-mexikanische Forschungskooperationen vor und gab einen Ausblick auf kommende Förderprogramme. Dipl.-Pol. Luise Freitag, BAYLAT Referentin und Förderbeauftragte, präsentierte anschließend die verschiedenen Aktivitäten und Förderprogramme mit Mexikobezug des Bayerischen Hochschulzentrums für Lateinamerika. Dabei zeigte sie Finanzierungsmöglichkeiten auf und wies auf Möglichkeiten der Forschungs- sowie Hochschulkooperationsförderung von bayerischer bzw. deutscher Seite hin. Um ein Praxisbeispiel für gelungene Kooperationen zwischen Bayern und Mexiko in der Wissenschaft zu geben, sprach Prof. Dr. Jürgen Seibel vom Institut für Organische Chemie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg über sein bilaterales Forschungsprojekt „Scope, goals and perspectives of the Mexico-Germany cooperation in Glycobiotechnology“.

Ein besonderes Augenmerk des Tagesprogramms lag auf den darauffolgenden Kurzdarstellungen mexikanischer Hochschulen, die von folgenden VertreterInnen präsentiert wurden:

  • María Elena Camacho-Mohr, M.A., Repräsentantin der UAEMex in Europa, Universidad Autónoma del Estado de México (UAEMex)
  • Jesús Daniel Fernández Quiroz, PhD., Professor-Forscher, Universidad de Sonora
  • Dr. Bruno Gandlgruber, Akademischer Rat a.Z. am Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation, Universität Passau und Universidad Autónoma Metropolitana (UAM)
  • Adriana Haro-Luviano de Rall, M.A., Direktorin, Zentrum für Mexikostudien UNAM-Deutschland, Universidad Nacional Autónoma de México
  • Dr. Melissa Schumacher, Professorin / Forscherin, Universidad de las Américas Puebla (UDLAP)
  • Dr. Gustavo Vega Cánovas, Generalsekretär, El Colegio de México (CM)
  • Prof. Alejandra Vilalta-Perdomo, Director of International Development/Global Initiatives, Instituto Tecnológico y de Estudios Superiores de Monterrey

Nach einer Kaffeepause und der weiteren Möglichkeit zum Networking, endete die Veranstaltung im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi).

 

Empfang im Münchner Instituto Cervantes

Ab 18:00 Uhr waren die TeilnehmerInnen auf einen Empfang im Münchner Instituto Cervantes eingeladen. Zu der Abendveranstaltung kamen gut 50 Personen. Im eleganten Veranstaltungssaal begrüßte zunächst der neue Hausherr und Institutsleiter Felipe Santos Rodríguez die Gäste. Anschließend hießen BAYLAT-Geschäftsführerin Dr. de Melo-Reiners gefolgt von Dr.Bernd Forster, Leiter des Referats Internationale Beziehungen West- und Nordeuropa, Asien-Pazifik, Lateinamerika, Israel der Bayerischen Staatskanzlei, die Anwesenden willkommen, bevor I.E. Cecilia Villanueva Bracho ebenfalls Grußworte an die Gäste richtete. Zu den vielen Personen, die bereits am Tagesprogramm teilgenommen hatten, gesellten sich auch neue Gäste wie der Vizepräsident für den Bereich Internationales an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Hans van Ess. In lockerer Atmosphäre nutzten die Anwesenden auch diese Gelegenheit zum Netzwerken.

Besuch des Bayerischen Landtags

Für die mexikanische Delegation bestehend aus I.E. Cecilia Villanueva Bracho und den RepräsentantInnen der mexikanischen Hochschulen organisierte BAYLAT am Tag darauf (12. Juli) einen Besuch des Bayerischen Landtags. Karl Freller, 1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags, empfing die TeilnehmerInnen und lud Sie auf ein typisch bayerisches Weißwurstfrühstück ein. In seiner Ansprache stellte er heraus, dass Lateinamerika bzw. Mexiko immer mehr in den Fokus der Landespolitik rückte. Zudem betonte der CSU-Politiker die Wichtigkeit von BAYLAT, das als staatliche Institution die Vernetzung Bayerns mit Lateinamerika vorantriebe. Herr Freller nahm sich im Anschluss die Zeit, um die mexikanischen Gäste durch den Plenarsaal und andere Teile des Landtags zu führen.

 

FAZIT

Mexiko ist für Bayern der zweitgrößte Handelspartner in Amerika und hat als aufstrebender Wissenschafts- und Forschungsstandort für die bayerischen Hochschulen einen hohen Stellenwert. Nicht zuletzt dadurch stieß das „Netzwerktreffen Bayern - Mexiko“ am 11. Juli 2019 in München bei den VertreterInnen aus Wirtschaft, Bildung und Politik sowohl auf bayerischer bzw. deutscher als auch auf mexikanischer Seite auf großes Interesse. Die Veranstaltung bot einen idealen Rahmen, um Bildungsinstitutionen, Firmen, politische Vertretungen und vor allem deren RepräsentantInnen kennenzulernen und beide Weltregionen einander näher zu bringen. Der Tag war geprägt von informativen Vorträgen und gehaltvollen Einzelgesprächen, die einen fruchtbaren Boden für künftige Kooperationen zwischen beiden Regionen bieten. BAYLAT wird durch eine intensive Nacharbeit die an diesem Tag gefassten Ideen detailliert auswerten und konkretisieren sowie den Ausbau der neu geschaffenen Kontakte zwischen den TeilnehmerInnen unterstützen. Die Veranstalter konnten sich über ein entsprechend positives Feedback freuen.

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Links:

LATinBAY-Nachtreffen in Eichstätt

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