BAYLAT gratuliert dem ZILAS zum 40-jährigen Bestehen

Jubiläum und Siebtes Maximilian-Bickhoff-Kolloquium in Eichstätt

Am 11. Juni 2026 feierte das Zentralinstitut für Lateinamerikastudien (ZILAS) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) sein 40-jähriges Bestehen. Unter dem Leitmotiv „Forschung im Dialog: 40 Jahre Lateinamerikastudien in Eichstätt“ bot der Jubiläumstag ein vielfältiges Programm mit einer feierlichen Eröffnung, der Ausstellung „Forschung im Dialog“, lateinamerikanischer Musik und Tänzen sowie dem Siebten Maximilian-Bickhoff-Kolloquium „Lateinamerikastudien in Zeiten des Umbruchs“. Einen gelungenen Abschluss bildete ein Alumni-Event des Masterstudiengangs „Conflict, Memory and Peace“.

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung richtete auch Prof. Dr. Silke Jansen, Vorsitzende des BAYLAT-Direktoriums, ein Grußwort an die Gäste. Darin würdigte sie die vier Jahrzehnte engagierter Lateinamerikaforschung am ZILAS und hob zugleich die langjährige und enge Verbindung zwischen beiden Einrichtungen hervor. Seit der Gründung von BAYLAT im Jahr 2007 verbindet BAYLAT und das ZILAS ein kontinuierlicher Austausch als Netzwerkpartner in Forschung, Lehre und akademischer Mobilität.

Die Zusammenarbeit zeigt sich dabei in zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten. Dazu gehören die gegenseitige Unterstützung bei Veranstaltungen und Forschungsinitiativen ebenso wie konkrete Förder- und Mobilitätsprojekte. So konnten aus von FAPESP und BAYLAT geförderten Workshops des ZILAS zu den Verflechtungen zwischen Bayern und São Paulo weitere Forschungsprojekte hervorgehen. Über BAYLAT-Mobilitätsbeihilfen wurden zudem Studien- und Forschungsaufenthalte von KU-Studierenden in Lateinamerika ermöglicht, während lateinamerikanische Studierende im Rahmen des BAYLAT-Stipendienprogramms für Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte an das ZILAS kamen.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Kooperation ist das 2018 von BAYLAT gegründete Forschungs- und Kooperationsnetzwerk LATinBAY. Mehr als 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der KU sind inzwischen im Netzwerk vertreten. Das zweite LATinBAY-Netzwerktreffen fand 2019 an der KU in Zusammenarbeit mit dem ZILAS statt und unterstrich dessen Rolle als wichtiger Knotenpunkt für die Lateinamerikaforschung in Bayern.

Auch aktuell entstehen aus der langjährigen Vernetzung neue Perspektiven: BAYLAT unterstützte beispielsweise die Kontaktanbahnung zwischen dem ZILAS und dem Memorial da América Latina in São Paulo. Gemeinsam mit weiteren Partnerinstitutionen ist daraus ein Projektantrag für ein „Centro de Ciência para a Integração Latino-Americana“ im Rahmen eines FAPESP-Förderprogramms hervorgegangen.

Im anschließenden Maximilian-Bickhoff-Kolloquium wurde der Blick auf die Zukunft der Lateinamerikastudien gerichtet. In der Podiumsdiskussion zu Forschungsförderung und Hochschulpolitik brachte Dr. Irma de Melo-Reimers, Geschäftsführerin von BAYLAT, die Perspektive der bayerisch-lateinamerikanischen Hochschulzusammenarbeit ein. Diskutiert wurden unter anderem neue Formen der akademischen Zusammenarbeit, virtuelle Austauschformate, gemeinsame Lehrangebote und Doppelabschlussprogramme sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dabei wurde deutlich, dass aus bestehenden Netzwerken zunehmend konkrete und langfristige Forschungs- und Kooperationsvorhaben entstehen.

BAYLAT gratuliert dem ZILAS herzlich zu 40 Jahren erfolgreicher Lateinamerikaforschung und freut sich darauf, die bewährte Zusammenarbeit auch in Zukunft fortzuführen, neue Kooperationen anzustoßen und den wissenschaftlichen Dialog zwischen Bayern und Lateinamerika gemeinsam weiter zu stärken.

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