Im Rahmen einer Delegationsreise nach Brasilien besuchte Dr. Irma de Melo-Reiners die Stadt Blumenau im Bundesstaat Santa Catarina. In ihrer Funktion als Geschäftsführerin des Bayerischen Hochschulzentrums für Lateinamerika (BAYLAT) sowie als Vorsitzende des Kuratoriums der Blumenau-Niesel-Stiftung (BNS) führte sie Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Kultur. Ziel des Besuchs war die Vertiefung der wissenschaftlichen, akademischen und institutionelle Zusammenarbeit zwischen Bayern und Brasilien sowie die Weiterentwicklung der Kooperation zwischen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Fundação Universidade Regional de Blumenau (FURB).
Am Montag, 16. März 2026, traf Dr. de Melo-Reiners mit der Rektorin der Fundação Universidade Regional de Blumenau (FURB), Prof. Márcia Cristina Sardá Espíndola, sowie Vertreterinnen und Vertretern des International Office zusammen. Im Mittelpunkt des Arbeitstreffens standen die Umsetzung des im Oktober 2025 unterzeichneten Kooperationsabkommens zwischen der FAU und der FURB sowie die weitere Vernetzung von Forschenden beider Hochschulen. BAYLAT stellte dabei seine Unterstützungs- und Förderangebote für gemeinsame Forschungsprojekte vor.
Im Anschluss präsentierte BAYLAT seine Förderprogramme im Rahmen zweier Informationsveranstaltungen an der FURB. In einem Vortrag für Professorinnen und Professoren wurden insbesondere die Anschubfinanzierung sowie weitere Förderinstrumente für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bayern und Lateinamerika vorgestellt. Anschließend informierte BAYLAT rund 40 Studierende über Austausch- und Fördermöglichkeiten an bayerischen Hochschulen sowie über Stipendienprogramme für Forschungs- und Studienaufenthalte.
Ebenfalls am 16. März wurde Dr. de Melo-Reiners von Sylvio Zimmermann, Sekretär für Kultur und institutionelle Beziehungen der Stadt Blumenau sowie Mitglied des Kuratoriums der Blumenau-Niesel-Stiftung, empfangen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Weiterentwicklung der Stiftungsarbeit sowie neue Perspektiven für die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Blumenau. Anschließend besuchte sie das Historische Archiv „José Ferreira da Silva“, das die Stadtgeschichte Blumenau umfassend dokumentiert. Bei einem Gespräch mit der Ersten Vizebürgermeisterin Maria Regina de Souza Soar wurden Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit erörtert. Die stellvertretende Bürgermeisterin bekundete zudem ihr Interesse an einer Teilnahme an der nächsten Kuratoriumssitzung der Blumenau-Niesel-Stiftung in Erlangen.
Am Dienstag, 17. März 2026, setzte BAYLAT den Besuch mit einem Arbeitstreffen am Instituto Federal Catarinense (IFC) fort. Gemeinsam mit Rektor Prof. Rudinei Kock Exterckoter und Prorektor Cleder Alexandre Somensi wurden Möglichkeiten für gemeinsame Forschungsprojekte, wissenschaftlichen Austausch und akademische Mobilität mit der FAU und weiteren bayerischen Hochschulen erörtert. Darüber hinaus stellte Dr. de Melo-Reiners auf Einladung des Rotary Club Blumenau die Arbeit der Blumenau-Niesel-Stiftung vor und tauschte sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft über Perspektiven einer vertieften Zusammenarbeit aus.
Der Besuch unterstrich das große Interesse der brasilianischen Partner an einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit mit der FAU und bayerischen Hochschulen. Neben neuen Perspektiven für gemeinsame Forschungs- und Austauschprojekte rückte auch die wissenschaftliche Erschließung des Nachlasses von Else Niesel in den Fokus. Die Stadt Blumenau sagte ihre Unterstützung für dieses Vorhaben zu und bekräftigte ihr Interesse an einer engeren Zusammenarbeit mit der Blumenau-Niesel-Stiftung und der FAU. Zugleich stießen die Informationsveranstaltungen an der FURB bei Studierenden und Lehrenden auf großes Interesse an Forschungs- und Studienaufenthalten in Bayern. BAYLAT wird die beteiligten Partner auch künftig bei der Anbahnung neuer Kooperationen, der Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie beim weiteren Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der FAU, der FURB und weiteren Hochschulen in Bayern unterstützen.