Wie lassen sich bestehende Kooperationen zwischen Bayern und Lateinamerika gezielt ausbauen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Treffens am 13. April 2026 zwischen Professor Dr. Christoph Safferling von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und Dr. de Melo, Geschäftsführerin des Bayerisches Hochschulzentrum für Lateinamerika (BAYLAT).
Professor Safferling, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht mit International and Comparative Law Center (ICLU), zählt zu den profilierten Experten im internationalen Strafrecht. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen insbesondere im Bereich der Menschenrechte sowie der juristischen Aufarbeitung von Völkerrechtsverbrechen. Als gefragter Experte wird er regelmäßig zu aktuellen politischen Entwicklungen medial konsultiert. Darüber hinaus ist er Direktor der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien und bringt langjährige Erfahrung in internationale wissenschaftliche Kooperationen ein.
Seit vielen Jahren pflegt Professor Safferling enge Beziehungen zu Partnerinstitutionen in Brasilien und Argentinien. Dazu zählen unter anderem die Universidade de São Paulo (USP), die Universidade Presbiteriana Mackenzie sowie die Universidad Torcuato Di Tella in Argentinien. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit weiteren Institutionen in Costa Rica und Kolumbien. Professor Safferling lädt regelmäßig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Lateinamerika zu Gastaufenthalten und Gastprofessuren nach Deutschland ein und wird umgekehrt auch selbst als Gastprofessor an lateinamerikanische Hochschulen eingeladen. Im Austausch mit BAYLAT wurden konkrete Ansätze und Fördermöglichkeiten diskutiert, um diese Kooperationen weiter zu vertiefen und neue gemeinsame Initiativen anzustoßen.
Im Fokus stehen dabei insbesondere Themen des internationalen Strafrechts und des Völkerrechts. Bereiche, in denen sich vielfältige inhaltliche Überschneidungen und gemeinsame Forschungsinteressen zwischen den beteiligten Institutionen zeigen. Auf dieser Grundlage sollen die bestehenden Partnerschaften gezielt weiterentwickelt und durch neue Formate der Zusammenarbeit ergänzt werden.