Bayerisches Hochschulzentrum für Lateinamerika

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BAYLAT-Projekt Germanistik in Lateinamerika

Das Projekt „Germanistik in Lateinamerika" wurde 2008 von BAYLAT initiiert, als die ersten Gespräche zur Realisierung einer Zusammenarbeit zwischen Bayern und Lateinamerika im Bereich Germanistik geführt wurden. Momentan sind auf bayerischer Seite drei Universitäten involviert: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und die Universität Augsburg. Die wissenschaftliche Federführung hat Frau Professor Habermann (FAU) inne.

Hauptziele des Projektes

  • An den Universitäten und Orten, zu denen bereits Kontakte im Fachbereich Germanistik bestehen, sollen die Kooperationen intensiviert und ausgebaut werden.
  • Themenschwerpunkte im Bereich der Geisteswissenschaften sollen gebildet und die Möglichkeiten interdisziplinärer Forschungs- und Wirtschaftsprojekte erkundet werden, um so eine internationale und interdisziplinäre Kooperation zwischen den oben genannten Hochschulen in Lateinamerika über Fächergrenzen hinweg sowie zwischen Forschung und Wirtschaft zu vereinbaren oder vorzubereiten.
  • Neben Forschungskooperationen ist auch an gemeinsame Doktoranden­programme sowie an Studentenaustauschprogramme gedacht.
  • Es soll eine Bestandsaufnahme der Situation der Germanistik in den besuchten Universitäten erfolgen, um dadurch Möglichkeiten zur Förderung der deutschen Sprache in Lateinamerika zu erfassen.
  • Die Situation der Germanistik und die Förderungsmöglichkeiten der Germanistik, unter anderem im Bereich Deutsch als Fremdsprache, sollen geprüft und Verbesserungsmöglichkeiten durch verstärkte Zusammenarbeit ausgelotet werden (Goethe-Institute).

Teilnahme am ALEG-Kongress in Córdoba/Argentinien von 21. bis 25. September 2009

Im September 2009 fand in Córdoba der Kongress des Germanistikverbands Lateinamerikas (ALEG) statt. Zur vertieften Vorbereitung der Delegationsreise nahm Prof. Dr. Sebastian Kürschner von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durch die Organisation und Unterstützung von BAYLAT an der Konferenz teil, um auf Grundlage dieser Vorarbeiten Lage und Personen besser einschätzen zu können. Ziel der Reise war somit, a) eine fundierte Übersicht zu aktuellen Forschungsinhalten an Germanistikinstituten in Lateinamerika zu gewinnen, b) spezifische Informationen zu den Rahmenbedingungen von Forschung und Lehre in Lateinamerika zu erhalten, speziell in der Germanistik und c) erste Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Germanistikinstituten zu führen, die möglicherweise für Kooperationen in Frage kommen. Zu diesem Zweck reiste Prof. Kürschner außerdem im Anschluss an die Konferenz nach Buenos Aires, um dort mit weiteren potentiellen Partnern zu sprechen.

Delegationsreise nach Brasilien und Argentinien von 05. bis 18. April 2010

Die Delegation der drei bayerischen Universitäten (FAU, Augsburg, Eichstätt-Ingolstadt) hat insgesamt sieben Universitätsstädte besucht. Davon entfielen fünf auf Brasilien und zwei auf Argentinien. Folgende Universitäten wurden besucht: Universidade de São Paulo (USP), Universidade Federal de Minas Gerais, Universidade Federal de Santa Catarina, Universidade Federal de Rio Grande do Sul, Universidade Regional de Blumenau, Universidad de Buenos Aires, Universidad Nacional de Córdoba. In drei Städten wurden auch Gespräche mit Vertretern des Goethe-Instituts ermöglicht (São Paulo, Buenos Aires, Cordóba). Gespräche mit DAAD-Lektoren konnten in Porto Alegre, Buenos Aires (zu Gast war auch die DAAD-Lektorin aus Tucúman) sowie Cordóba geführt werden. Die Gespräche mit dem Repräsentanten des Freistaates Bayern in Brasilien und mit dem Leiter des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses dienten der Einschätzung der Rolle der deutschen Sprache seitens der Wirtschaft und der Frage danach, ob Deutsch als Verhandlungssprache zwischen deutschen und lateinamerikanischen Vertretern von Bedeutung ist.
Die Resonanz an den Universitäten war groß. Besonders erfreulich waren die zahlreichen Zuhörer der Vortragsreihe. An der USP war das Doktorandenseminar zugegen, in Belo Horizonte verfolgten ca. 150 Studierende die Vorträge, in Blumenau, Porto Alegre, Buenos Aires und Cordóba waren die Vorträge ebenfalls gut besucht.
Die Delegation nutzte die Möglichkeit, auf bestimmte Studien- und Forschungs­schwerpunkte in Bayern hinzuweisen und insbesondere auf Masterprogramme, wie etwa als Beispiel den Internationalen Master an der Universität Eichstätt in Kooperation mit Turku, Finnland.

Im Rahmen dieses Projekts hat BAYLAT die potenziellen Partnern in Brasilien und Argentinien identifiziert, die Kontakte dorthin hergestellt, Drittmittel für die Durchführung der Reise beim DAAD und bei der Bayerischen Staatskanzlei eingeworben sowie das gesamte Programm erstellt und koordiniert.

Auf der Grundlage der Ergebnisse der Reisen und der geknüpften Kontakte veranstaltet BAYLAT eine BAYLAT-Sommerschule DaF mit Schwerpunkt Lateinamerika von 22. bis 25. September 2012 in Erlangen.